Wo kommt ein Hochtourenrucksack zum Einsatz?
Der hier anvisierte Einsatzbereich von einem Hochtourenrucksack sind die klassischen Hochtouren sowie leichtere, kombinierte Touren im Fels und Eis, welche als Tagestouren oder von einer Hütte aus unternommen werden.
Generell gilt: Je leichter Dein Rucksack ist, desto besser! Die Hersteller verwenden in der Regel inzwischen robuste und dennoch leichte Materialien in Verbindung mit einem verstärkten Boden, der durch das Abstellen viel belastet wird. Übrigens wird ein Hochtourenrucksack manchmal auch als Alpinrucksack bezeichnet. In der Regel sind die beiden Begriffe synonym zu verstehen.
Welche Größe besitzt ein Hochtourenrucksack?
Beim Packen zu Hause für die Tour stellst Du die erste Weiche. Für den hier angedachten Einsatzbereich sollte Dir eine Größe bzw. ein Volumen von 35 bis maximal 50 Liter genügen. Wenn nicht, solltest Du die Packliste für Deine Hochtour nochmals kritisch hinterfragen. Dennoch ist ein variables Volumen, etwa durch einen höhenverstellbaren Deckel praktisch, da Du oft beim Hüttenzustieg mehr in und an den Rucksack packst als später auf dem Weg zum Gipfel.
Hier bieten sich z.B. seitliche Kompressionsriemen oder Daisy-Chains (genähte Schlaufen) an. Ebenso die Fixiermöglichkeiten für ein bis zwei Eispickel müssen vorhanden sein.
Tipp: Hochtourenrucksack richtig packen
Auf was Du beim Packen Deines Rucksacks für die nächste Hochtour achten solltest, erklärt Dir Bergzeit Experte Peter im Video:
Welche Ausstattung sollte der Alpinrucksack besitzen?
Ein Hochtourenrucksack sollte über ein stabiles und ergonomisches Tragesystem mit flexiblem Hüftgurt und Trägern verfügen, damit Du auch schwere Lasten über einen längeren Zeitraum bequem tragen kannst. Hierzu macht ein Probetragen mit Zusatzgewichten und angelegtem (!) Hochtourengurt beim Kauf Sinn. Auch wenn diese Rucksäcke meist kein verstellbares Tragesystem besitzen, bieten die Hersteller oft unterschiedliche Rückenlängen an. Spezielle Damenmodelle berücksichtigen zudem die anatomischen Unterschiede bei Frauen.
Bei den Hochtourenrucksäcken ist sowohl die klassische Variante mit einem Deckel als auch mit einem Rollverschluss vertreten. Der Rollverschluss ist die puristischere Ausführung und wird zumeist bei den wasserdichten Modellen verwendet. Diese kann aber bei "Überfüllung" bezüglich der Handhabung das Nachsehen haben im Vergleich zur klassischen Variante mit einem Deckel.
Wichtig: Leuchtende, helle Farben sowohl bei der Kleidung als auch beim Rucksack erhöhen Deine Sichtbarkeit im Notfall!