Viele Bio-Produkte begleiten uns heute im Alltag. Auch in der Textilwirtschaft findet dieser Trend zunehmend Beachtung – wie zum Beispiel mit Bio-Baumwolle.
Was ist Bio-Baumwolle?
Bio-Baumwolle (oft auch in der englischen Version „Organic Cotton“ verwendet) wird ohne den Einsatz von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln produziert. Der Begriff „Bio“ ist – wie bei Lebensmitteln – auch bei landwirtschaftlichen Rohstoffen für Bekleidung und Textilien rechtlich geschützt.
Das bedeutet für den Kunden: Vertreibt ein Hersteller Produkte aus „Bio-Baumwolle“, dann ist die Baumwolle auch tatsächlich bio-zertifiziert. Bei der Produktion von Bio-Baumwolle werden die Richtlinien des ökologischen Landbaus eingehalten. Das heißt, dass die Baumwolle ohne chemische Zusatzmittel angebaut werden muss. So wird der Verunreinigung von Boden und Grundwasser entgegengewirkt.
Herkunft der Bio-Baumwolle
In den Ländern Türkei, Indien, USA und China finden sich heute die größten Anbauflächen für Bio-Baumwolle. Bauern, die Bio-Baumwolle produzieren, sind meist in Genossenschaften organisiert. So entsteht ein gewisser interner Kontrollmechanismus über die Einhaltung der einschlägigen Richtlinien. Daneben können die Genossenschaften einen höheren Preis für Bio-Baumwolle erzielen, als es für einen einzelnen Kleinbauern möglich wäre.
Bio-Baumwolle wird von Hand geerntet (das ist ohne Entlaubungsmittel kaum anders möglich). Der Ertrag ist daher etwas niedriger und die Ernte etwas zeitintensiver als bei der konventionellen Produktion. Jedoch ist der Prozess durch den Verzicht auf Entlaubungsmittel so generell schonender für Mensch und Umwelt. Ein weiterer positiver Aspekt von Bio-Baumwolle ist jedoch auch der reduzierte Wasserverbrauch. Die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle benötigt annähernd 11.000 Liter Wasser. Durch verbesserte Technologien und Schulung der Bauern kann dies immerhin um bis zu 40 Prozent verringert werden.
Nur ein relativ kleiner Teil der Baumwolle, die auf dem Markt erhältlich ist, stammt heute schon aus bio-zertifizierter Produktion (weniger als ein Prozent). Es bleibt jedoch zu hoffen, dass dieser Anteil in Zukunft noch wachsen wird.
Was ist der Unterschied zu konventioneller Baumwolle?
Bei der Produktion von Bio-Baumwolle werden die Richtlinien des ökologischen Landbaus eingehalten. Das heißt, der Einsatz von chemischen Pestiziden, Insektiziden und chemischen Düngemitteln ist tabu. Für die Schädlingsbekämpfung müssen biologische Alternativen eingesetzt werden.
Diese Punkte sind das wichtigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber der Produktion von konventioneller Baumwolle. Außerdem ist der Wasserverbrauch beim Anbau von Bio-Baumwolle im Vergleich zur Produktion herkömmlicher Baumwolle niedriger.
Natürlich muss auch beim Anbau von Bio-Baumwolle die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und verbessert werden. Dies geschieht einmal durch Fruchtfolgen, aber auch mit Hilfe von Mist und Kompost als Düngemittel. Chemische Mittel kommen auch hier nicht zum Einsatz.
Fazit: Was sind die Vorteile für den Käufer?
Die Auszeichnung Bio-Baumwolle für Bekleidung sagt primär etwas über die Anbaumethode aus; es zertifiziert nicht zwingend die Arbeitsbedingungen bei der Ernte und Verarbeitung. Dies geschieht durch Siegel wie z.B. Fairtrade.
Grob gefasst, ist der Anbau von Bio-Baumwolle schonender für die Umwelt und auch gesünder für die Bauern, da keine chemischen Mittel verwendet werden.
Der Käufer kann sich bei seiner Kleidung über eine besonders hautfreundliche und strapazierfähige Naturfaser freuen, die frei von Schadstoffen ist. Zwar zahlt der Kunde für ein Produkt mit Bio-Baumwolle oftmals einen höheren Preis, unterstützt damit jedoch den biologischen Anbau des Rohstoffs und erhält ein hochwertiges Produkt mit besten Trageeigenschaften.
Hier findest du alle Produkte mit Bio-Baumwolle aus dem Bergzeit Sortiment:
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