Der neue Quatro Integrale MTB-Helm im Test
Bei der Weiterentwicklung des beliebten Klassikers Quatro zum Quatro Integrale hat das Uvex-Entwicklungsteam seine Hausaufgaben gemacht, um höchsten Ansprüchen im Allmountain- und Enduro-Bereich gerecht zu werden.
Nicht nur optisch eine Ansage!
Wie alle Top-Enduro-Helme ist der Quatro Integrale im Nackenbereich tief geschnitten, um maximalen Schutz im Sturzfall zu gewährleisten. In bewährter In-Mould-Konstruktions-Manier ist der Mountainbike-Helm aus drei Schalen gefertigt: Ober- und Unterschale sowie eine separate Schale im Heck. Alle drei Schalen sind nahtlos miteinander verbunden, sodass unschöne Ränder zwischen den Schalen vermieden werden konnten.
Durch dieses Seamless-Design gehören Schwachpunkte im Inneren an den Übergängen zwischen den Schalen eindeutig der Vergangenheit an. In puncto Sicherheit ein großes Plus. Denn das Ergebnis ist eine sehr stabile Helmstruktur, die einem Sturz deutlich besser standhält als die Struktur herkömmlich verklebter Helme. Außerdem sind In-Mould-Helme in der Regel leichter und langlebiger.
So auch der Quatro Integrale. Denn trotz der auf Sicherheit ausgerichteten Bauweise ist er mit ca. 322 Gramm (Herstellerangabe) ein gut belüftetes Leichtgewicht, das durch zahlreiche großzügige Ventilationsöffnungen eine gute Luftzirkulation bietet. Schließlich bringt der sicherste und stylischste Helm bekanntlich nichts, wenn es drunter zu heiß wird und infolgedessen an Lenker oder Rucksack „geparkt“ wird. Beim Quatro Integrale beginnt weder bergauf noch bergab der Kopf zu qualmen und selbst an heißen Tagen hat er bei mir für einen kühlen Kopf beim Moutainbiken gesorgt.
Positiv fällt weiterhin das große, farblich abgesetzte und vor allem verstellbare Visier auf. Trotz seiner Größe fügt es sich nahtlos als Style-Element in den Look des Helms ein und lässt sich in drei Stufen verstellen – je nach Sonnenstand und Wegverlauf. Und als kleines aber feines Detail: Ist es ganz nach oben geschoben, können Freerider sogar ihre Goggle noch darunter „zwischenparken“.
Ein wichtiger Punkt für mich persönlich: Gerade für Frauen mit eher „kleinen“ Köpfen ist der Sitz des Helmes ein neuralgischer Punkt. Auch hier war ich positiv überrascht. Dank des Uvex Anatomic IAS-System, über welches das „Helm-Innenleben“ auf Kopfhöhe und -umfang nachjustiert werden kann, konnte ich den Helm passgenau – ohne zu drücken – auf meinen Kopf anpassen. Denn gerade als Enduro-Helm ist das „Nicht-Verrutschen“ auf schnellen Trails ein erheblicher Sicherheitsfaktor. In Sachen Komfort sind der Vollständigkeit halber auch noch die Stoffpads im Innern zu erwähnen, die bei Bedarf gewaschen und auch ausgetauscht werden könnten.
Die Sportstyle 706 CV V MTB-Brille im Test
Neben dem richtigen Helm braucht „Biker*in“ natürlich auch noch die richtige Brille. Damit tue ich mir zugegebenermaßen schwer und besitze daher auch ein entsprechend großes Arsenal an Bikebrillen aller Arten und Hersteller – so richtig glücklich war ich leider bislang mit keiner. Entsprechend skeptisch habe ich meine „neue“ Brille also mit auf Tour genommen.
Zu meiner großen Überraschung habe ich jedoch bald festgestellt, dass ich nicht wie sonst in der ersten Auffahrt den Impuls verspürte, sie gleich mal an den Brustgurt zu hängen oder sie beim ersten Gegenlicht auf dem Trail im Rucksack zu verstauen, da mir das Trailen mit Brille dann doch zu „diffus“ wird und ich einfach gerne genau sehe, was da in den Metern vor mir geboten ist.
Ein rundum sportliches Seherlebnis mit selbsttönenden Gläsern
Mit der Sportstyle 706 CV V war von Anfang an alles anders: Trotz ihrer Größe und ihres robusten Rahmens ist sie angenehmen leicht. Gleichzeitig sorgt sie für ein großes Sichtfeld, hält aber grelles Sonnenlicht und Fahrtwind perfekt ab. Durch die Anti-Fog-Beschichtung supravision® und Belüftungsöffnungen am Glasrand bleibt die Sportstyle 706 CV V beim Biken immer klar und beschlägt maximal im Stand bei extrem hoher Luftfeuchte und Außentemperatur.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind für mich die selbsttönenden Gläser. Durch die variomatic® Technologie passt sich das Glas an die aktuellen Lichtverhältnisse an und tönt sich automatisch und stufenlos von Schutzstufe S1 bis S3 ein. Ideal nicht nur bei wechselnden Wetterbedingungen, sondern auch bei wechselnden Lichtverhältnissen auf dem Trail. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als wenn es plötzlich in ein Waldstück geht und man nichts mehr sieht. Die automatische stufenlose Tönung dieser Gläser schafft die Tönung in nur 25 Sekunden – auf meinen Testfahrten war sie damit immer „just in time“.
Neben der bewährten Tönungstechnologie verfügt die Brille auch über so genannte colorvision® Gläser, die kontrastverstärkend wirken und dadurch für hohe Farbbrillanz sorgen. Das einfallende Licht wird an der Scheibe gebündelt, der Kontrast, vor allem im Bereich der Grüntöne, verbessert und die Wahrnehmung in der Folge detailreicher. Dies führt dazu, dass Unebenheiten und Hindernisse schneller erkannt werden können – gerade fürs Trailsurfen ein nicht zu unterschätzendes Plus. Und so kam auch bei mir das „diffuse“ Unsicherheitsgefühl gar nicht erst auf – im Gegenteil. Ein weiteres – gerade auch für empfindliche Augen – wichtiges Detail: Die hochwertigen Gläser verhindern zu 100 Prozent, dass schädliche UVA-, UVB- oder UVC-Strahlen ans Auge gelangen.
Und zuletzt gilt für Brillen auf dem Trail dasselbe wie für Helme: Sie müssen sitzen und dürfen sich nicht Richtung Nasenspitze verabschieden. Denn fürs Nachjustieren hast Du beim Mountainbiken nun mal keine Hand frei. Auch in diesem Punkt hat die Sportstyle 706 CV V – genau wie der Quatro Integrale Helm – eine gute Figur gemacht. Was auch daran liegt, dass sie – wie alle hochwertigen Sportbrillen – mittels anpassbaren Ohren- und Nasenbügeln individuell nachjustiert werden kann.
Fazit: Mein persönliches Dreamteam für Bike&Berg
Es sind vor allem die Details, die neben den überzeugenden Basics für mich in Bezug auf den Quatro Integrale den durchweg positiven Gesamteindruck ausmachen. Mich haben vor allem das Seamless-Schalendesign, das verstellbare großzügige Visier, der luftige und dennoch sichere komfortable Sitz und nicht zuletzt das stylische Farbdesign überzeugt. Einmal angepasst und angelegt, ist der Quatro Integrale ein sicherer Begleiter auf steilen und heißen Auffahrten wie auf ruppigen Trails. Und das gilt auch für „schmale“ Frauenköpfe – was man über Unisex-Helme nicht oft sagen kann.
Über die Sportstyle 706 CV V kann ich sagen: Einmal aufgesetzt und nicht mehr abgesetzt – und das will bei mir in Sachen Brille wirklich etwas heißen! Vor allem die Kombination aus robust & leicht, Tönung & Kontrast sowie großflächiger Abdeckung & freiem Sichtfeld haben mich für diese Brille nachhaltig begeistert. Die Sportstyle läuft bei Uvex zwar unter „Bikebrille“, aber auch für andere Outdoor-Sportarten, wie zum Beispiel Bergsteigen, ist sie bestens geeignet. So blieb sie auch während der Bike&Hike-Einlage aufs Östliche Torjoch immer auf der Nase.
Helm und Brille sind für mich in der Tat ein „perfect match“, also ein rundum stimmiges sportliches Gesamtpaket, mit dem ich in diesem und den nächsten Bergsommern sicher noch viele anspruchsvolle Touren bestreiten werde.
Momentan ist die Sportstyle 706 CV V leider nicht erhältlich. Passende Sportbrillen-Alternativen findest Du im Uvex Markenshop:
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